Triggerpunkt-Therapie

Die Ursachen für viele Beschwerden des Bewegungsapparates wie Gelenk- oder Muskelschmerzen liegen nicht in Verschleiß oder Abnutzung. Vielmehr sind Triggerpunkte, d.h. kleinste Verletzungen und Entzündungen in den Muskelfasern, der Auslöser dieser Schmerzen. Durch sie kommt es zu einer dauerhaften Verkürzung der betroffenen Muskeln und in der Folge zu Schmerzen am Ort des Triggerpunktes oder an weiter entfernten Stellen des Körpers. Ausgehend von den durch Triggerpunkte entstandenen Verletzungen und Entzündungen werden die betroffenen Muskeln überempfindlich, so daß schließlich durch alltägliche Bewegungen wie Gehen, Stehen, Sitzen, Bücken, Heben, usw. Schmerzen ausgelöst werden. 

Durch die bildgebenden Verfahren der Medizin, wie Röntgen oder Ultraschall, können Triggerpunkte leider nicht erkannt werden. Bei einer genaueren Untersuchung spürt man jedoch feste und verspannte Muskelbereiche, die sich wie harte Stränge oder Knoten anfühlen und außerordentlich empfindlich auf Druck reagieren. Bei längerem und kräftigen Druck auf diese Stellen verspürt der Patient häufig jene Schmerzen an einer anderen Stelle des Körpers, die ihn oft schon seit Jahren immer wieder plagen und die nicht behandelbar scheinen.

Schmerzausstrahlungen (rot gekennzeichnet) von Triggerpunkten im Hüftbereich 

Zudem setzen Triggerpunkte die betroffenen Muskeln nach und nach unter immer höhere Spannung, so daß der Muskel mit der Zeit seine Leistungsfähigkeit einbüßen kann. Es können Verspannungen und weitere Verhärtungen entstehen, die schließlich Probleme und Schäden in jenen Gelenken verursachen können, die von den betroffenen Muskeln bewegt werden. So entstehen bspw. Wirbelsäulenschäden und Bandscheibenprobleme bis hin zur Gelenkschäden durch eine nicht seitengleiche Belastung der Gelenke.

Triggerpunkte können durch Überanstrengungen beim Sport oder in der Arbeit, durch Fehlhaltungen, Bewegungsmangel oder Gewebeübersäuerung (d.h. der Ablagerung von Säuren im Gewebe) entstehen. Ähnlich einem Stau auf der Autobahn, können sie sich ganz allmählich oder auch sehr schnell entwickeln.

Schmerzen, die vor allem durch Triggerpunkte ausgelöst oder verschlimmert werden können:

- Fersensporn und Achillessehnenbeschwerden
- Tennisarm
- Hexenschuß, Bandscheibenprobleme, Rückenschmerzen
- Ischialgien (Schmerzen entlang der Beinnerven)
- Kopfschmerzen und Migräne (anfallsartige Kopfschmerzattacken)
- Nackenschmerzen
- Hüftschmerzen
- Knieschmerzen

weitere Informationen zu erhalten Sie u.a. unter

http://www.igtm.org/triggerpunkte.html

 

(c) Wolf Nevermann, www.nevermann.de